[von Nicole Skutela 10b & Franz Ott 8g RSU Unterpfaffenhofen, veröffentlicht auf textspirit.de]
Einleitung (als Hörspiel -->)
An einem frostigen Dezembertag wartete der 14-jährige Simon gelangweilt an der U-Bahn-Station auf die letzte Bahn des Tages. Sein Blick schweifte und erfasste die Anzeigetafel, welche die Verspätung seines Zuges ankündigte. "Wahrscheinlich hat sich wieder so' n Trottel vor den Zug geschmissen", dachte er sich. Plötzlich holte ein dumpfes Geräusch ihn wieder aus seinen Gedanken zurück.
Es kam aus dem Tunnel. Simon erschrak so sehr, als er die immer heller werdenden Umrisse von vier Männern erkannte, dass er sich sofort hinter einem alten, eingestaubten Süßigkeitenautomaten verkroch. "Die sehen aus wie die Typen aus den Filmen, die immer Schwerverbrecher spielen", schoss es ihm durch den Kopf. Dieser Einfall ließ seine Angst nicht gerade schwinden. Die Verbrecher trugen etwas mit sich herum. Es war eine art Müllsack. Sie schleiften die Tüte zu Simons Glück in Richtung des anderen Bahnsteigs. Er konnte erstmal aufatmen. Simon dachte noch mal an den Mafia Film "Hängt ihn höher". Ein lauter Knall hatte ihn auf den Boden der Tatsachen geholt. Er öffnete die Augen wieder und wagte einen Blick. Voll Entsetzen sah er, wie ein lebloses Bein aus der Tüte hing, welches sogleich gepackt und benutzt wurde, um die Müllsack in den Aufzug zu schleifen. Simon hörte das Öffnen und das Schließen des Fahrstuhls.
Ein Gefühl von Erleichterung tat sich in ihm auf. Sich sicher fühlend kroch der Heranwachsende hinter seinem Versteck hervor, um nachzusehen was sich in dem Tunnel befindet. Er hatte den Eingang in die finstere Röhre fast erreicht, als plötzlich die Aufzugtür wieder aufging. Dieser entsetzliche Ton ließ ihn immer schneller werden. Mit jedem Meter den Simon lief, verschwand das Licht mehr und mehr. Als es völlig dunkel war, blieb er stehen und dachte nach. Ihm fiel ein, dass sein Handy eine Taschenlampenfunktion besaß. Kurzerhand nutzte er es, um sich gründlich umzusehen.
Die Stille des Tunnels wurde durch das Quietschen der herannahenden U-Bahn unterbrochen. Simon war wie paralysiert und als dann noch die Lichter der Bahn zu sehen waren dachte er "Jetzt ist es aus mit mir", doch zu seinem Glück erhellten die Leuchten die finstere Röhre so sehr, dass eine schwarze schwere Holztür auf der anderen Seite zum Vorschein kam. Die Hoffnung dem Tod zu entgehen durchbrach seine Paralyse und ließ ihn so schnell rasen, dass er um Haaresbreite vor der Bahn die Tür erreichte. Er riss die Tür auf und schlug sie sofort wieder hinter sich zu.
Die Bahngeräusche wurden leiser, sodass Simon den Entschluss fasste sich zu erheben und den Gang, in dem er gelandet war erstmal genauer zu betrachten. Als er endlich stand, bemerkte er, dass er eine etwas größere Wunde an seinem rechten Bein hatte. "Mist", fluchte er. Doch die Neugier siegte über den Schmerz, sodass er dem Gang folgte. Es war kein weiter Weg bis er wieder vor einer Wand stand, aus der ein auffällig geschmückter Hebel hervorragte. "Indiana Jones würde es genauer untersuchen", dachte er. Er zog an dem Hebel, worauf ein Teil der Wand im Boden verschwand.
"Wow", rief er spontan und humpelte tiefer in die Katakomben hinein bis ihn schließlich etwas zu Fall brachte. "Ah, Mist mein Bein", schrie er. Immer noch fluchend suchte er den Grund für sein Stolpern. Es war ein silberner Metallkoffer. Daraufhin flogen Simon viele Fragen durch den Kopf "Woher, Wer, Was ist da drin?". Um die letzte Frage zu lösen, öffnete er den Koffer und wurde plötzlich von hell glänzendem Schmuck angestrahlt. "Was ist das denn", staunte er. Mit weit geöffnetem Mund saß er fassungslos vor dem Schatz, bis er ein Gewinsel vernahm, das ihn zusammenzucken ließ.
Wie soll die Geschichte weiter gehen? Entscheide Dich!