Weihnachtsgottesdienst an der RSU
Diverse Texte
Mittwoch, 23. Dezember 2009 um 08:51 Uhr

Schüler der RSU schreiben Texte für Weihnachtsgottesdienst

Für den Gottesdienst kurz vor den Weihnachtsferien, engagierten sich Schüler der Klasse 10 A für dessen Gestaltung. Neben einem selbstgedrehten Video mit Interviews zum Thema "Weihnachten", 900 Plätzchen mit je einer 4-zeiligen christlichen Botschaft für Schüler und Lehrer, steuerten die Schülerinnen und Schüler auch eigene Texte zur Weihnachtsgeschichte und ihren Gedanken bei.


Hier ein Auszug des Textes der Schüler Tobias Farny, Florian Engels, Tobias Sailer und Michael Pfenning, welchen sie entworfen und vorgetragen haben.

Waren die Menschen vor 2000 Jahren wirklich so anders?

Heute übersieht man oft im Weinachts-Stress die Wichtigen Hintergründe. Und Damals…?

Werfen wir doch mal einen Blick auf ein Zitat aus dem heiligen Evangelium: >> In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten eintragen zu lassen. So zog auch Joseph mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete hinauf nach Judäa, in die Stadt Davids, die Betlehem heißt. Als sie dort waren, gebar sie ihren Sohn und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.<< Erkennt ihr den Unterschied von damals zu heute?

Was würde denn passieren, wenn 2009 Jahre alte Denkweisen, auf heutige Vorstellungen treffen?
2 Jugendliche, beide 16 Jahre alt. Einer aus Germering im Jahre 2009 und und einer aus Bethlehem im Jahre null. Sie treffen sich und und unterhalten sich.

Germeringer:       Servus

Hebräer:             Sei gegrüßt

Germeringer:       Und? Schon alles vorbereitet?

Hebräer:             Vorbereitet auf was?

Germeringer:       Auf Weinachten natürlich!

Hebräer:             Weinachten? Was ist das?

Germeringer:       Na, die Geburt Jesu…

Hebräer:             Ihr feiert also den Geburtstag von diesem Jesu?

Germeringer:       Kann man so sagen…

Hebräer:             Also wir feiern Geburtstage im Kreise der Familie mit einen festlichen
                         Mahl.  Feiert ihr auch so?

Germeringer:       Und was ist mit Geschenken?!

Hebräer:             Unser Geschenk ist es, gemeinsam zu Essen und miteinander Zeit zu 
                         verbringen.

Germeringer:       Ah… okay… Wir beschenken uns mit vielen großen Wertvollen Dingen!

Hebräer:             Warum schenkt ihr euch so viele Gegenstände?

Germeringer:       Weil wir sie uns gewünscht haben!

Bei all den Gedanken, die wir uns darüber machen was wir wem schenken könnten, stellen wir uns nie die Frage: Was wünsch ich den anderen?

Wobei es bei dieser Frage nicht darum gehen sollte den Anderen zu wünschen, dass sie das richtige Geschenk für euch aussuchen oder dass ihnen euer Geschenk gefällt. Natürlich ist das auch wichtig sonst wäre Weinachten auch eher ein Fest der Enttäuschung. Aber wenn ich frage: "Was wünsch ich den anderen"?, dann meine ich damit Wünsche, die von einem anderen Wert sind, als dass man sie irgendwo kaufen könnte.

Zum Beispiel:
Ich wünsch euch dass ihr gesund seid.
Ich wünsch euch dass ihr zufrieden seid.
Ich wünsch euch dass ihr glücklich seid.
Ich wünsch euch dass ein Moment voll Liebe ist.
Und ich wünsche euch dass euer Leben nur aus diesen Momenten besteht.