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[von Simon Völker, 10 e, RSU Unterpfaffenhofen, veröffentlicht auf textspirit.de]
Aufgewühlt vom Meer starte ich gen Himmel. Weit, weit hinauf der goldenen Sonne entgegen. Es ist kalt hier oben, das einzige was mich wärmt ist meine strahlend helle Freundin...huch was ist das? Plötzlich werde ich wieder nach unten gedrückt, tief hinein in den Wüstensand. Fast hätte es mich erwischt! Im allerletzten Moment steige ich aufwärts, höher als je zuvor! Lägst habe ich die Vögel unter mir gelassen. So wunderbar ruhig ist es hier oben. In der Tiefe gleitet das Meer dahin. Weit entfernt sehe ich die sonst so riesigen Schiffe, wie sie von den Wellen als Spielbälle benutzt werden. Jetzt kann ich am Ende des Horizonts das Festland auftauchen sehen. Entspannt schaue ich meinem neuen Ziel entgegen...WOOOOM...auf einmal dröhnt es in meinen Ohren, ich reiße meinen Kopf herum ein riesiger Vogel kommt auf mich zu. Er steigt hinter mir auf größer, als ich je einen Vogel gesehen habe. Weill er mich überholen, abdrängen, als Futter für seine vier gigantischen Mahlwerke benutzen? Von Panik ergriffen stürze ich hinab. Schneller und schneller, einen flüchtigen Blick nach hinten, der Vogel ist weg. Glück gehabt! Nun wende ich meine Aufmerksamkeit wieder voll und ganz meinem Ziel zu, der Stadt, die ich eben entdeckt habe. Tiefer sinken, tiefer...hinein in die Gassen an den Hauswänden entlang. Ein vornehm gekleideter Herr verlässt ein Haus. Weg ist sein Zylinder, ich habe ihn an mich gerissen. Der Mann schaut sich verwundert um. „ Da hast du ihn wieder“ , rufe ich und lasse los, aber er hört mich nicht, bei dem Versuch seinen Hut zu fangen. Es geht jetzt weiter durch Baumwipfel hindurch. „Dieses wundervolle rascheln der Blätter“ , seufze ich vor mich, als ich die Fichte, die sich vor mir befindet erspäht habe. "Ahh", ausweichen, geht nicht mehr... „Aua diese miesen Nadeln...au! Die stechen so!“ Dieses feurige Brennen, ich brauche jetzt eine Abkühlung. Ein Berg, endlich! Auf dem Gipfel liegt Schnee. Sanft gleite ich den Hang hinauf, mit den Gedanken schon bei meiner kühlen Erfrischung, doch plötzlich zerreißt ein lauter Knall die Stille. Und noch mehr Geräusche dieser Art...es pfeift in meinen Ohren, in meinem Kopf dröhnt es. „Schnell weg hier!“ Kaum gedacht, habe ich schon einen kräftigen Zahn zugelegt. „Jetzt habe ich genügend Abstand“ , sage ich mir, als ich auf einmal merke, wie mich die Müdigkeit packt. „Naja, war ja auch ereignisreich heute. Dann lass ich den Tag eben ruhig ausklingen bei meinem Freund, dem weiß-blauen Himmel“ , denke ich und mache mich auf den Weg gen Bayern. In der Heimat angekommen, schaue ich bei meinen Lieblingsplätzen vorbei und streife kurz über Hausdächer von Freunden und Bekannten. Natürlich kann ich es mir nicht nehmen lassen, nachzusehen, was mein bester Freund gerade in seinem Zimmer treibt. Ja, das übliche: Schafkopf spielen mit zwei Spez'ln. Sogar meinen Platz hat er freigehalten. Dass macht mich in diesem Moment wahnsinnig Glücklich, denn mir ist aufgefallen, dass nicht nur ich meine Freunde vermisse. „Wie schön wäre es, wieder hier zu sein“, denke ich, als mich meine innere Stimme zurückruft, an den Platz, an dem mein Körper verweilt und der mir überhaupt nicht gefällt. |