Auf dem Weg zum Guten
Mittwoch, 10. Dezember 2008 um 14:54 Uhr

[Elizabetha Michelini, 7 A, RSU Unterpfaffenhofen, veröffentlicht auf textspirit.de]

„Ich mag sie nicht!“, so hieß ich. Ich fand, dass ich einen guten Namen und Zweck hatte. Ich war wirklich glücklich. Ich meinte: Jeder Mensch mag mal jemanden nicht. Das ist ganz normal. Ich ging ein wenig herum, um die anderen Gedanken zu treffen. Da war auch schon einer. „Wer bist du, wie heißt du?“, fragte er mich. „Ich bin: ‚ Ich mag sie nicht! ´“, antwortete ich. „Wieso denn so negativ? Werde positiv! Dann können wir uns vereinen!“ – „Nein, nie! Ich bleibe wie ich bin!“, erwiderte ich. Das machte mich stocksauer. Ich und positiv? Also so was! Nun eilte ich davon. Doch irgendwie hatte der andere Gedanke auch Recht. Auf einmal trat Unsicherheit bei mir ein. Hätte ich mich mit ihm verbünden sollen? Es quälte mich. Jedoch konnte ich nicht lange überlegen, denn schon kam der Nächste. Ich fragte ihn, wie er heißt. „Ich heiße: ‚Sie hat mich beleidigt! Und du?“ Rasch antwortete ich ihm und er meinte: „Komm werden wir eins. So sind wir stärker!“. „Ich weiß nicht.“, dachte ich mir. Meine Gefühle schwenkten hin und her. „Ja, tu es!“ Ein anderer Gedanke kam heran. „Ich bin: „Sie ignoriert mich!“ Sie war so gemein zu Menschen. Wir dürfen ihr keine Chance geben. Wir müssen uns dazu verpflichtet fühlen die Person zu schützen.“ Nun jedoch war ich mir sicher. Wenn ich der Mensch wäre, ich würde sie hassen. Sie hatten mich überzeugt. Ich wollte mich gerade vereinen, da sah ich noch einen Gedanken. „Sie war die beste Freundin, die ich je hatte“, war sein Name. „Man muss immer positiv denken, sagen die Menschen. Sie wollen verzeihen. Wieso dann sollten wir negativ sein, schleicht sein? Seien wir fröhlich, positiv!“, sagte er. Das ging mir unter die Haut. Er hatte Recht! Alle anderen sahen mich fragend an. Was sollte ich nur tun? Ich schaute zu dem schlechten und dann zu den guten Gedachtem. Böse, nett, böse, nett? Alle redeten auf mich ein. Zu wem sollte ich nur gehen? „Komm schon!“ Jetzt drängten sie auch noch. Mir ging es gar nicht gut. Oh nein, ich muss mich entscheiden. Druck lastete auf mir. Doch am Schluss war ich der Meinung, dass ich zu denen wechseln sollte, die der Person helfen wollten. Also war ich der festen Überzeugung, dass ich mich mit den guten Gedanken vereinen musste. Wir gingen alle im Kreis aufeinander zu und so wurden wir eins. Ab sofort hießen wir alle: ‚ Ich mag sie. ´

 

Video der Mediengruppe der RSU, welche diesen Text als Grundlage für einen Wettbewerbsbeitrag nutzen und visuell umsetzten.