Freddy, das Schaf
Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 00:00 Uhr

[Sandra S. 7. Klasse und Carolin S. 7. Klasse, RSU Unterpfaffenhofen, veröffentlicht auf textspirit.de]

Freddy, das kleine Schaf stand mit seinen Freunden und seiner Familie auf einer Weide. Die Hirten saßen, da es schon kalt und dunkel war, um ein Lagerfeuer und unterhielten sich leise.
Da fiel plötzlich ein helles Licht auf sie nieder. Man hörte ein Klingeln und aus dem Licht trat eine in einen weißen Anzug gekleidete Gestalt, die auss

ah wie ein Allien mit zwei großen Antennen auf dem Rücken. Der Allien schwebte auf die Hirten zu und sprach ziemlich undeutlich:"Früchtet euch nicht. Ich bin der Enge Gabriel. Der Heiler ist geboren euer Ritter."
Die Schafe überlegten." Was will der von uns? " "Vielleicht verkauft er Früchte?" " Oder er ist ein Heiler?"  "Er sieht gar nicht wie ein Ritter aus." "Und wer soll der enge Gabriel  sein ?"  Die Schafe waren verwirrt.
Doch so schnell der Außerirdische gekommen war, so schnell verschwand er auch wieder in seinem Ufo und der Lichtstrahl verlöschte. Nach einer Weile beschlossen die Hirten, dieses Neugeborene zu suchen, das ihr Ritter und Heiler sein sollte.

Sie wanderten mehre Stunden bis sie am Himmel einen hellen Stern sahen. Der Stern schien sich zu bewegen. Die Schafe überlegten, ob es sich wohl um eine brennende Fliege handelte. Als die Hirten dem Licht folgten kamen sie an eine Feuerstelle, an der drei farbenfroh gekleidete Männer saßen. Sie unterhielten sich über ein Kind, das in dieser Nacht geboren werden sollte. Sie zeigten den Hirten die Geschenke, die sie dem Kind geben wollten. Einer hatte ein stinkendes Pulver. Er nannte es Weihrauch. Ein anderer hatte einen Beutel  voll mit glitzernden Stückchen, die anscheinend sehr wertvoll waren. Der Dritte zeigte etwas, das "Mürre" hieß, von dem aber keiner genau wusste, was es eigentlich war.

Die Hirten beschlossen, diese stinkenden, glitzernden und nichts Wissenden am Feuer sitzen zu lassen und wanderten mit Freddy und seiner Herde weiter. Nach einiger Zeit erreichten sie eine alte vergammelte Hütte. Freddy sah das Ufo des engen Gabriel und hörte ihn mit seiner seltsamen Stimme singen. Außerdem vernahmen sie ein schrilles Kreischen aus dem Stall. Sie öffneten die Tür und sahen ein nacktes Menschenbaby in einer kalten, piksenden Futterkrippe liegen. Eines der Schafe sagte: " Wahrscheinlich krabbeln die Kakerlaken schon durchs Stroh, um das Kind zu fressen." Die anderen Schafe waren ebenfalls bestürzt und eines meinte sogar: " Was sind das für Rabeneltern, die legen ihr Kind in den Dreck." die Schafe beschlossen dem Schreihals zu helfen und umringten das Baby, um es zu wärmen.

Die Frau, die wohl die Mutter war, schrie auf und wollte zu ihrem Kind, aber die Schafe schubsten sie zur Seite. Da trat der enge Gabriel vor und sprach verzweifelt: " Früchtet euch nicht. Ich bin der Enge Gabriel. Der Heiler ist geboren euer Ritter." Die Schafe starrten ihn verwirrt an. Langsam wurde ihnen aber klar, dass der enge Gabriel offensichtlich nur diese paar  Wörter gelernt hatte und nun immer das gleiche sprechen musste. Nachdenklich blätterte dieser nun in einem Wörterbuch. Er schien  etwas Passendes zu suchen. Er fand die Wörter"Frieden" und "Liebe". Die Schafe waren nicht dumm und so hatten sie verstanden, dass all in Frieden und Liebe miteinander leben sollten.


Also ließen sie die Mutter zu ihrem Kind und wärmten sie beide. Sie hofften, dass auch ihnen einmal ein Gottesschaf geboren werden würde.